EM 2020: Was man jetzt schon in Sachen Vorbereitung tun kann

Es ist gerade mal Februar. Selbst bei fussball-manager.at enthält die EM-Kategorie (noch) nur Einträge früherer Turniere. Und bis zum Anstoß des Eröffnungsspiels im römischen Olympia-Stadion scheint der Weg auch noch sehr weit zu sein – denn das wird erst am 12. Juni der Fall sein.

Kann man also die kommenden Wochen noch ein wenig vertrödeln? Definitives Nein! Denn gerade jetzt, wo alle Welt gedanklich noch nicht im EM-Modus ist, kann es sich ziemlich lohnen, sich einen kleinen Vorbereitungs-Vorsprung zu verschaffen, bevor Preise steigen, in allen Läden rot-weiß-rote Fähnchen flattern und manches auch schon ausverkauft sein wird. Der folgende Artikel zeigt, was man jetzt schon problemlos ins Visier nehmen kann.

Fussball EM 2020 - Vorbereitungen für Fussballspieler

1. Zitate pauken

Was wäre Fußball ohne hochgeistige (oder auch weniger geistige) Zitate? Genau, um einen amüsanten Part ärmer. Bloß wie das eben so ist, man neigt dazu, solche Sätze allzu schnell zu vergessen und kann sie dann bei der EM im passenden Moment nicht zum Besten geben.

Dagegen hilft nur lernen. Der erste Schritt dazu ist unsere Zitate-Ecke, in der wir schon einige „Klassiker“ zusammengetragen haben.

Tipp: Einen davon aussuchen und in Schönschrift auf die Oberkante des Bretts übertragen, auf dem in einigen Wochen der EM-Spielplan festgepinnt wird.

2. Urlaub beantragen

Wie läuft „das Urlaubsverhalten fußballvernarrter Österreicher zur Meisterschaftszeit“ in aller Regel ab?

  1. Wochenlang vorher mit den Kollegen darüber reden.
  2. Kurz vor dem Eröffnungsspiel feststellen, dass man noch gar nicht genau weiß, wann Österreich spielen wird.
  3. Hektisch den offiziellen Spielplan der UEFA konsultieren.
  4. Feststellen, dass unser erstes Gruppenspiel auf einen Sonntag fällt.
  5. Beruhigt zurücklehnen, bis einem dämmert, dass das zweite Match erst donnerstags um 21:00 angepfiffen wird und das dritte montags um 18:00.
  6. Urlaub einreichen wollen und feststellen, dass jeder andere Kollege schneller war.

Wenn die EM erst mal tagtäglich in sämtlichen Nachrichten, Zeitungen und Boulevardsendungen erwähnt wird, rennt jeder zum Chef und bittet um Urlaub. Wer nicht dieses „Wer zuerst kommt, lacht am längsten“-Pokerspielchen mitmachen will, reicht einfach jetzt schon klammheimlich und ohne nähere Erläuterung der Gründe Urlaub ein – man will ja keine schlafenden Hunde wecken.

3. PayPal-Account anlegen

Es gibt zahllose Möglichkeiten, im Netz zu bezahlen. Kein Wunder also, wenn so mancher Leser kein Konto beim wohl größten Online-Finanzdienstleister des Planeten hat, eben PayPal. Allerdings sollten auch diejenigen, die nicht regelmäßig den Paketmann vor der Haustüre haben, dennoch ein Konto dort anlegen und zwar jetzt – keine Sorge, das ist kostenlos.

Der Grund: immer mehr Anbieter offerieren PayPal als einfache Zahlungsmethode für Sportwetten. Wer jetzt schon ein Konto erstellt und vielleicht durch einige Probezahlungen bei den nächsten Einkäufen Routine damit entwickelt, kann, wenn es drauf ankommt, beruhigt auf „per PayPal zahlen“ klicken, statt auf andere, womöglich komplexere Dinge.

4. Tickets buchen

Das Schöne an der EM im Vergleich zur WM ist, dass die allermeisten Spiele praktisch in der Nachbarschaft stattfinden – wenngleich heuer kein österreichisches Stadion involviert ist.

Das Problem an der Sache ist jedoch, dass die Ticket-Vergabe ein ziemlich komplexes Prozedere ist. Einfaches Bestellen ist nicht, die zweite Bewerbungsphase ist bereits vorbei, die lief schon Anfang Dezember des vergangenen Jahres. Aber: Im April wird es nochmal eine letzte offizielle Verkaufsphase geben.

Schon vorher sollte man sich auf der Ticket-Seite der UEFA dringend einen Account anlegen. Denn zu diesem Zeitpunkt kann man dort nicht nur offiziell die letzten Tickets kaufen, sondern an gleicher Stelle auch Tickets erwerben, die zuvor schon von anderen gekauft wurden – die vielleicht letzte, zumindest einzige offizielle Möglichkeit, noch Karten für die Spiele unserer Teams zu ergattern.
Zwar bleiben noch die anderen Ticketbörsen. Bloß sind da zumindest die Preise meist ungleich höher.

5. Fernseher vergleichen und ggf. kaufen

Loewe Fernseher für die Fussball EM 2020

Große Sportereignisse sind in beinahe jedem Land der Erde schon seit Jahrzehnten ein wichtiger Termin in den Kalendern der Elektronikhändler – praktisch immer nutzen sehr viele Menschen den Sport als Anlass, um sich einen neuen Fernseher, ein Soundsystem usw. zuzulegen.

Um das mal als Zahl auszudrücken: Satte 17 Prozent aller US-Amerikaner, das sind etwa 55,6 Millionen Menschen, planten, sich nur für den diesjährigen Super Bowl ein neues Fernsehgerät anzuschaffen. Und das, obwohl der Black Friday da nur einen Monat zurücklag.

Nun stellt sich mancher vielleicht die Frage, warum er jetzt schon Fernseher vergleichen sollte, weil ja bekannt ist, dass in den Wochen unmittelbar vor der EM die Preise fallen werden und es so manches Sonderangebot gibt. Ganz einfach: Oft genug sind das nur Schein-Rabatte. Sie werden dadurch erzielt, dass in den Monaten zuvor klammheimlich die Preise Stück für Stück angehoben werden.

Wer jetzt kauft, spart so u.U. weitaus mehr, als würde er unmittelbar vor der EM mit der Herde zum Elektronikdiscounter traben – denn jetzt, in den ersten zwei Monaten nach Weihnachten, sind die Preise für Heimelektronik tatsächlich am niedrigsten. Außerdem findet die größte Elektronikmesse der Welt, die CES in Las Vegas, traditionell im Jänner statt – direkt danach rollen die neuen Vorzeigemodelle in die Läden und die Vorgänger werden teils stark verbilligt angeboten.

6. Snacks einlagern

Was haben Chili Cheese Nuggets, Chips und Würstchen miteinander gemeinsam? Sie gehören fest zum Fingerfood-Sortiment eines jeden Fußballspiels dazu – wer will sich dann schon mit Messer und Gabel vom Spielgeschehen ablenken?

Doch auch hier gilt: Direkt vor der WM sind die Leckereien oftmals nur augenscheinlich günstiger als jetzt. Und nicht zuletzt, weil sie sich ungeöffnet bzw. sogar in der Tiefkühltruhe locker bis zur EM halten, kann es sich absolut lohnen, jetzt schon nach und nach die Vorräte aufzustocken.

Tipp: Wer jetzt schon Bier kaufen will, sollte die Flaschen für maximalen Genuss in der dunkelsten Ecke des Kellers lagern und am besten noch eine dicke Wolldecke darüber werfen. Der größte Feind von gutem Biergeschmack ist Sonneneinstrahlung, weil die chemische Umwandlungsprozesse auslöst.

Und wenn man schon bei den Leckereien angelangt ist: Vielleicht ist die diesjährige EM ja auch der passende Anlass, einen bislang ungenutzten Kellerraum zu einer häuslichen Sportsbar umzurüsten. Mit allem, was das Fanherz so begehrt. Zeit für einen so tiefgreifenden Umbau wäre jetzt ja noch mehr als genug.

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Autor:
Fussball-Meister
Erstellt:
10. Feb 2020

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