Bekannte deutsche Profi-Fußballer, die in der J-League gespielt haben

Die Entstehung einer Profi-Fußball-Liga in Japan liegt gar nicht so lange zurück. Bis ins Jahr 1992 galt Fußball im Land der aufgehenden Sonne als Amateursport. Zu stark war die Konkurrenz durch den Nationalsport Baseball. Die meisten Vereine waren Werksmannschaften, welche von großen Konzernen finanziert wurden. Japanische Spieler, welche auf internationalem Niveau mithalten konnten, waren Mangelware. Als die J-League 1993 in ihre erste Saison ging, war der Bedarf an professionellen Fußballspielern plötzlich gewaltig. Kein Wunder also, dass auf dem internationalen Transfermarkt Masseneinkäufe getätigt wurden. Mit dabei waren auch zahlreiche deutsche Spieler.

Michael Rummenigge

Der kleine Bruder des weltbekannten Superstars Karl-Heinz Rummenigge hat sich selbst auch einen Namen als professioneller Fußballspieler gemacht. In seiner Jugend spielte er bei Borussia Lippstadt, wechselte jedoch bald zum FC Bayern München. Dort konnte er zwischen 1981 und 1988 fünf Meistertitel gewinnen. 1988 wurde er vom Konkurrenten Borussia Dortmund angeworben. Bis 1993 spielte Rummenigge hier sehr erfolgreich und stand im Endspiel um den UEFA-Pokal, welches jedoch gegen Juventus Turin verloren ging. Als 1993 die J-League startete, war Michael Rummenigge einer der ersten großen Namen. Er wechselte zu den Urawa Red Diamonds, wo er bis zu seinem Karriereende 1995 spielte.

Uwe Rahn

Ebenfalls 1993 wechselte auch Uwe Rahn zu den Urawa Red Diamonds nach Japan. Rahn spielte das erste Mal 1980 in der deutschen Bundesliga – bei Borussia Mönchengladbach. Im Laufe seiner Karriere kam er zu über 300 Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse. Neben Borussia Mönchengladbach war er auch beim 1. FC Köln, Hertha BSC, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt unter Vertrag. Dem hinzu kommen 14 Einsätze im deutschen Nationalteam, bei welchen Uwe Rahn fünf Treffer erzielte. Auch für ihn sollten die Urawa Red Diamonds die letzte Station seiner Karriere sein, welche er 1994 beendete.

Pierre Littbarski

Der gebürtige Berliner machte sich bereits in jungen Jahren einen Namen. Zu dieser Zeit war er beim 1. FC Köln verpflichtet, für welchen er in Summe fast 400 Spiele absolvierte. Von 1981 bis 1990 war er fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft. 73 Einsätze und 18 erzielte Tore stehen auf seiner Statistik. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Pierre Littbarski, als er Teil der Weltmeistermannschaft von 1990 war. Wenige Jahre später, 1993, war er einer der prominentesten Spieler, welche zur neu gegründeten J-League nach Japan wechselte. Das Team JEW United Chiba konnte sich seine Dienste bis 1995 verpflichten. Im Anschluss wechselte er innerhalb Japans zu Brummel Sendai, wo er bis zu seinem Karriereende 1997 blieb.

Guido Buchwald

Mit Guido Buchwald hat ein weiterer Weltmeister von 1990 im Laufe seiner Karriere einen Stopp in Japan eingelegt. Der weltweit bekannte Verteidiger begann seine Karriere bei den Stuttgarter Kickers, ehe er zum VFB Stuttgart wechselte. In über 300 Einsätzen in der deutschen Bundesliga konnte er zweimal den Meistertitel erringen. 1994 wechselte er zu den Urawa Red Diamonds, wo er bis 1997 blieb. Seine Karriere als Fußballspieler beendete er beim Karlsruher SC 1999. Im Jahr 2004 kehrte er für drei Saisonen zu den Urawa Red Diamonds zurück – diesmal jedoch als Trainer.

Cacau

In weiterer Folge war für lange Zeit kein deutscher Profi-Fußballer in Japans höchster Spielklasse verpflichtet. Erst 2014 wechselte Cacau zu Cerezo Osaka, wo er bis 2015 24 Einsätze absolvierte. Bis dahin hatte er vor allem beim 1. FC Nürnberg und beim VfB Stuttgart für Aufmerksamkeit gesorgt. 23 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft zwischen 2009 und 2012 vervollständigen seinen Lebenslauf.

Lukas Podolski

Der bislang letzte deutsche Profi-Fußballer in der J-League ist Lukas Podolski. Stationen bei internationalen Spitzenklubs wie dem FC Bayern München, dem FC Arsenal, Inter Mailand oder Galatasaray Istanbul zeigen den Stellenwert des Deutschen. Mit 130 Länderspielen, 49 erzielten Treffern und dem Weltmeistertitel von 2014 sowie dem zweiten Platz bei der EM 2008 gehört Lukas Podoslki zu den erfolgreichsten deutschen Spielern aller Zeiten. Von 2017 bis 2020 spielte er bei Vissel Kobe in Japan. Trotz prominenter Teamkollegen wie Andrés Iniesta oder David Villa gelangen kaum große Erfolge. Der Sieg im japanischen Pokal stellt den einzigen Titelgewinn dar. Seit 2020 ist Podolski bei Antalyaspor in der Türkei unter Vertrag.

Wetten auf Spiele der japanischen J-League

Selbstverständlich finden sich die Spiele der J-League auch im Angebot zahlreicher Wettanbieter wieder. Doch auch in Japan selbst werden Sportwetten zunehmend interessanter. Auf japanischen Online Wettforen bereitet man sich sozusagen schon auf Olympia in Tokio in diesem Jahr vor. Die Sommerspiele gehen vom 24.07. bis zum 09.08. Auch Deutschland ist mit seiner U21 Mannschaft vertreten.

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Autor:
Fussball-Meister
Erstellt:
11. Mrz 2020

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