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Majestätsbeleidigung in der FIFA

Wird das Lachen vielleicht vergehen – Blatter

Der Südkoreaner Chung Moon-Jung fordert den amtierenden Präsident Joseph Blatter heraus und sorgt damit für die Fussball News des Tages.

Denn lange Zeit sah es nämlich so aus, dass Blatter im Mai 2011 ohne einen Gegenkandidaten wiedergewählt wird. Doch nun hat die “Asian Football Confederation“ (AFC) einen Kandidaten um den Posten des FIFA-Präsidenten gestellt.

Asiens Ankündigung lässt vermuten, dass sich durch die Kandidatur des Südkoreaners auch UEFA-Präsident Michel Platini dazu hinreißen lässt, anzutreten und damit könnte es noch sehr lustig werden. Blatter, Chung Moon-Jung oder Mohamed Bin Hammam und Platini – Interessantes Trio.

Es kommen harte Zeiten auf die FIFA zu, denn die Chaos-WM in Südafrika, die Präsidentenfrage und der irre inszenierte Wettbewerb um die Fussball Weltmeisterschaft 2018 und 2022 von Joseph Macchiavelli Blatter mixen einen brisanten Cocktail, wie ich finde.

Noch spannender wird es, wenn man bedenkt, dass sich zwei Menschen zusammengerauft haben, die nie einen Hehl um ihren Hass untereinander gemacht haben. Asiens Fussball-Präsident Mohamed Bin Hammam und Südkoreas Primus, der Milliardär Chung (Stichwort: Hyundai-Dynastie).

Ausgerechnet diese beiden gaben in Seoul eine Pressekonferenz, was eigentlich nie für möglich gehalten wurde, gegeben.

Asian candidate for FIFA Presidency

Mohamed Bin Hammam: We would like to see an Asian as the President of FIFA. This represents and reflects the importance of our continent. The AFC’s slogan is ‘The Future is Asia’. And this is true in all spheres of the sport. I believe that the time has come for an Asian to come forward for this position. And there is more than one potential candidate available from Asia to lead world football. When we have that person I hope the whole of Asia will unite behind him.

On Dr Chung

Mohamed Bin Hammam: We have had our differences. We have used our differences for the benefit of Asian football. Today, our agreements are more than our differences. Now I and Dr Chung have more agreements than differences. I have to thank Dr Chung for making this happen because in our Executive Committee meeting in November 2009 he told all the members that the past was past and it was time to re-unite behind the AFC President

Doch wie konnte es dazu kommen?

Blatter ist bekannt dafür, dass er Mitarbeiter nicht lange aushält und auf Kosten der FIFA heuert und feuert, wie es ihm beliebt. Dies musste auch Hargitay erfahren, als er noch für Blatter als Personal Advisor anschaffte und später fallen gelassen wurde, wie eine heiße Kartoffel.

Kein Wunder, dass Hargitay anschließend die Seiten wechselte um fortan für Bin Hammam als Spin Doctor zu werkeln. Anscheinend macht er seine Sache auch recht ordentlich, wenn man alleine die Pressemitteilung liest.

Ist das das Ende der Ära Blatter?

Ganz so rosig sieht es nicht mehr für Blatter aus, denn die Stimmen aus Afrika fallen dem Schweizer weg. Die hatte bisher stets Bin Hammam seit der ersten Wahl 1998 in Paris, gegen Lennart Johansson, für Blatter gesichert. Dem aufmerksamen Leser wird jedoch aufgefallen sein, dass dieser nun für die AFC tätig ist.

Sollte sich Jack Warner mit seinen 35 CONCACAF-Stimmen auf die Seite der Asiaten schlagen und sich etwa von Chung bezahlen lassen, denn Geld ist ja genug vorhanden (siehe Stichwort oben ;) ), na dann gute Nacht Herr Blatter. Dann sollte es für Joseph das Aus bedeuten.

Die plötzliche Trennung vor einigen Wochen von Jérôme Champagne hatte schon angedeutet, dass Blatter den Fliehkräften unterliegen wird und aus seiner sicher geglaubten Spur geschleudert wird. Dies war dann wohl nur eine minimale Abweichung der Route, wenn man bedenkt, dass die oben genannten Faktoren, bei einem möglichen eintreffen, einen Supergau auslösen werden. Er kann einen schon leidtun, denn sympathisch finde ich ihn schon.

Das ganze würde für Blatter dann wohl so enden, wie im Video.

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Autor:
Libero
Erstellt:
8. Okt 2010

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